Spätsommer-Naturnachrichten September 2007

Die Holunderbeeren sind am Reifen und in den Wiesen blüht es bunt. Ein wenig spürt man schon den Wechsel der Jahreszeit, der Herbst naht. Jedes Jahr zum 1.August verspüre ich wie der Sommer sich mit dem Herbst paart. Dann sind die Wiesen morgens länger taufeucht und abends früher klamm. Die zarten Nebelschleier in den Wiesen tragen Herbststimmung herbei.

Da fragt man sich wo war denn der eigentliche Sommer? War es die Hitze im April oder kommt die Wärme vielleicht im Dezember? Wer weiß, heute kann man es nicht mehr nach alter Bauernregel Manier sagen. Die Welt steht kopf und doch erlebe ich einen kontinuierlichen Rhythmus im Jahresverlauf.

In diesem Land wirkt das Klima sehr abwechslungsreich. Wenn wir uns darauf einstellen und damit leben, können wir viele schöne Stunden mit der Natur verbringen.
Mal abgesehen wie viele Sonnenstunden ein Tag hat, sondern wie viele Lichtstunden der Tag hat, können wir diese Energie in uns tanken. Die Pflanzen und Bäume tun das auch. Ständig laden sie sich mit diesem Lebenselixier auf, und der Mensch, der sich zu ihnen gesellt, am Baum verweilt oder die Pflanzen isst, fühlt sich danach aufgeladen. Machen wir es der Natur nach, verlassen wir öfters das Haus, das Büro und gehen einfach mal wieder Spazieren. Oder wir legen uns auf die Erde, entspannen und lassen das Alte los. Die Erde nimmt unsere Sorgen und Belastungen wie Nahrung auf und scheidet etwas aus, das wiederum Nahrung für den Menschen ist. Dieser natürliche Austausch ist seit Anbeginn der Zeiten das, was uns mit der Erde und allem verbindet. Wir können es bei den Bäumen, Pflanzen, Steinen und in allem wahrnehmen. Diese Verbindung, dieser bewusste Anschluss und Austausch mit allem was ist, schenkt uns ein Gefühl der Gemeinsamkeit. In diesem Zustand können wir entspannen und die Jahreszeiten genießen wie sie sind.

Ich wünsche uns allen eine wunderbare Zeit und bis bald
bei Naturlehrer Jürgen Recktenwald